12.05.2026

Interview

Interview mit Luis Ledergerber: Ein Blick in unsere IMPACT-Gruppen

Um nachhaltigere und zukunftsfähige Quartiere zu entwickeln, arbeiten bei uns verschiedene bereichsübergreifende Teams an zentralen Zukunftsthemen. Heute werfen wir einen Blick in die IMPACT-Gruppe „Lebenswerte Quartiere“. Dafür haben wir mit Luis Ledergerber, Akquisiteur aus Stuttgart, gesprochen.

Was verstehen wir unter einem „lebenswerten Quartier“ und warum ist das Thema für Instone so wichtig? 
Wir entwickeln bei Instone Quartiere mit Blick auf den Alltag der Menschen vor Ort.  Dabei endet unser Anspruch nicht an der eignen Grundstücksgrenze. Entscheidend ist für uns, wie gut sich ein Projekt in bestehende Strukturen einfügt und welchen nachhaltigen Mehrwert es auch für Nachbarschaft und Umfeld bietet. 

Im Sinne eines verantwortungsvollen und ganzheitlichen Quartiersansatzes möchten wir, dass sowohl die Bewohner unserer Quartiere als auch das direkte Umfeld von unseren Projekten profitieren. Unser Social-Scoring-Modell unterstützt uns dabei, qualitative Projektparameter systematisch messbar zu machen und ihre Wirkung zu visualisieren. 

Welcher Aspekt macht Quartiere heute wirklich lebenswert? 
Das beginnt schon mit der Auswahl des richtigen Standorts.  Wie gut ein Quartier angebunden ist, wie schnell wichtige Orte erreichbar sind und welche Qualität die Nachbarschaft bietet, fördert die Lebensqualität vor Ort wesentlich.  Indem wir z. B. Gemeinschaftsräume zur Verfügung stellen, können wir Orte der Gemeinschaft schaffen, Anonymität aufbrechen und Inklusion stärken. 

So kann ein „Wir“-Gefühl bei den Bewohnern und Anwohnern entstehen. Außerdem berücksichtigen wir Mobilitätskonzepte wie beispielsweise Car-Sharing-Angebote, um die infrastrukturelle Anbindung zu verbessern. Dies ist auch ein Beitrag im Sinne der Umwelt. 

Wie funktioniert das Social-Scoring-Modell und wie unterstützt es dabei soziale Wirkung messbar zu machen? 
Die größte Herausforderung ist es, Bedarfe und Defizite vor der Quartiersentwicklung richtig zu identifizieren und diese dann zielgerichtet im weiteren Verlauf zu beheben. Das Social-Scoring-Modell macht qualitative Projektwerte messbar. Es bewertet Projektqualitäten mit einem Punktesystem, das auf bekannten Kriterien von gif, DGNB und anderen basiert. So können wir auch bisher schwer messbare Qualitäten erfassen. 

Wenn wir das Modell konsequent im Prozess anwenden, zeigen wir, wie sich unser Impact und die Projektleistung im Vergleich zu „vor dem Projekt“ verbessern. Dabei gilt: Je größer das Projekt, desto größer ist auch das Impact-Potenzial. 
 
Wie identifizieren Sie frühzeitig die sozialen und infrastrukturellen Potenziale eines Standorts? 
Die Potenzialbewertung eines Standorts ist eine Standardaufgabe in der Akquisephase. Mit einer Due-Diligence-Prüfung werden infrastrukturelle Qualitäten ermittelt – z. B. ein nahegelegener ÖPNV‑Anschluss oder ein Quartiersplatz mit Sitzgelegenheiten. 

Das Scoring-Modell hilft uns Akquisiteuren und Projektentwicklern dabei, die vorhandene Qualität zu bewerten und legt Bedarfe offen, sodass wir gezielt nachbessern können. Nun werden wir in den seltensten Fällen eine S-Bahnhaltestelle bauen, jedoch können wir das Mobilitätsangebot mithilfe von Sharing-Angeboten zielgerecht verbessern. Dieses Beispiel zeigt, wie schwer externe Projektparameter beeinflussbar sind, jedoch können wir mit geeigneten Maßnahmen unsere Projekte lebenswerter machen – dieses Ziel verfolgen wir leidenschaftlich. 

Woran arbeitet die IMPACT-Gruppe aktuell?  
Wir haben die Entwicklung unseres Scoring-Modells sowie die Test-Phase abgeschlossen und konzentrieren uns nun darauf, dieses im Bereich der Akquisition und Projektentwicklung in den jeweiligen Prozess einzubinden. 

Dafür führen wir das Tool schrittweise intern ein, begleiten die Anwendung fachlich und stehen den Kolleginnen und Kollegen bei Fragen jederzeit unterstützend zur Seite. Selbstverständlich haben wir auch immer ein offenes Ohr für Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge, welche wir kontinuierlich aufnehmen und bei der Fortentwicklung berücksichtigen.
 
Persönlich gefragt: Warum engagieren Sie sich in dieser Arbeitsgruppe?  
Als Akquisiteur bin ich oft im Austausch mit Städten und Kommunen. Oftmals herrscht hier leider noch das Vorurteil, dass wir als Projektentwickler nur profitgetrieben agieren und wenig bis keine sozialen Aspekte bei unseren Projekten berücksichtigen.  Bei Instone kann dem klar widersprochen werden. Die Kollegen mit einem passenden Tool dabei zu unterstützen, Vorurteile aufzuheben und die Qualität unserer Projekte klar aufzuzeigen – das ist meine Motivation. Wenn dies uns dann noch im Vertrieb unterstützt, umso besser!

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